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Oxalsäure.
säure allmählich krystallisirt, die Apfelsäure aber in derLösung zurückbleibt. Wenn die Krystalle herausgenom-men sind, läfst man die Lösung von neuem zur Krystal-lisation nbdampfen, so lange noch etwas daraus anschiefst.Die dicke Mutterlauge, welche zuletzt zurückbleibt, hältman allgemein für Apfelsäure, die jedoch von vieler Sal-petersäure und etwas weniger Oxalsäure verunreiniget ist.Setzt man derselben noch 6 Lolli Salpetersäure zu, sokann noch ein grofser Tlieil der Apfelsäure durch noch-malige Digestion in Oxalsäure verwandelt werden. Diekrystallisirte Säure ist jedoch nicht rein, sondern von derMutterlauge bisweilen gelb gefärbt und enthält Salpeter-säure ; man läfst sie daher auf einer lauwarmen Stelle fa-tisciren, wobei der gröfste Theil Salpetersäure mit demKrystallwasser entweicht. Dann löst man sie auf’s Neuein Wasser auf und läfst sie krystallisiren. Diefs mufs nochein oder ein Paar Male wiederholt werden, wenn manüber die Reinheit der Säure völlig sicher sein will. Ge-schieht diefs nicht, so wird der Kork des Gefäfses, worinman die Säure aufbewahrt, nach und nach angegriffenund wird gelb, wie von der Salpetersäure. Vier LothZucker geben ungefähr ^ Loth Oxalsäure. Holz, Leim,Seide, Haare und mehrere andere Pflanzen- und Thier-stoffe geben noch mehr, aber unreinere Säure.
Die Krystalle der Oxalsäure verlieren in trockenerLuft ihr Krystallwasser, zerfallen zu Mehl und wiegennachher 0,23 weniger, als vorher. Die fatiscirte Säurej enthält jedoch noch viel Wasser, und wenn sie mit ihrem5 fachen Gewichte fein geriebenen, frisch geglühten Blei-oxyds gemengt und mit Wasser angerührt wird, so ver-bindet sich die Säure mit dem Bleioxyd und läfst ihrWasser fahren, welches beim Eintrocknen der Masseverfliegt.
Man findet auf diese Weise, dafs von 100 Theilendazu angewandter Oxalsäure nicht ganz 58 Theile mitdem Bleioxyde sich verbinden, so dafs etwas über 42 Theilederselben Wasser gewesen sind. Davon waren f. oder2S Theile Krystallwasser und konnten ohne ZutriLt eines