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1,2 (1825)
Entstehung
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Oxalsäure.

Da man nämlich weifs, dafs der Sauerstoff bei seiner Um-wandlung in kolilensaures Gas sein Volum nicht verän-dert, so folgt daraus, dafs Alles, was das kohlensaureGas mehr als ein gleiches Volum Sauerstoffgas wiegt,Kohlenstoff ist. Hiernach fällt der Sauerstoffgehalt auf7?,62 aus, oder 100 Th. Kohlenstoff nehmen 265,23 Th.Sauerstoff auf.

Ihre Sättigungscapacität beträgt 36,31, d. h. die Säureenthält zweimal so viel Sauerstoff, als die Basis, durchwelche sie neutralisirt wird.

2. Oxalsäure. Kleesäure.

Diese Säure wurde von Scheele entdeckt. Sie wirdtheils von der Natur in manchen Pflanzen gebildet, theilskann sie durch Kunst hervorgebracht werden, wenn manthierische oder vegetabilische Stoffe mit verdünnter Salpe-tersäure kocht. In der Natur kommt sie theils frei vor,wie in den Haaren der Kichererbse (Cicer arietinumJ,aus welchen sie nach und nach heraus sickert, wenn dieSpitzen derselben abgeschnitten worden sind; theils findetsie sich mit Kali zu einem sauren Salze verbunden, wieim Sauerklee (Oocalis AcetosellaJ. Dieses Salz schiefstnach und nach aus dem Safte des Sauerklees bei eehöri-

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ger Abdunstung an, und wird Sauerkleesalz, Sal Ace-tosellae , genannt. Die Säure wird auf die Weise darausgeschieden, dafs man das Salz in warmem Wasser auflöstund mit einer Lauge von kohlensaurem Kali so langemischt, als noch ein Aufbrausen entsteht, d. h. bis dafsdie freie Säure des Salzes genau gesättiget ist. Man mengtsie dann mit einer Auflösung von Bleizucker (essigsauremBlei) in Wasser so lange, als noch ein Niederschlag er-folgt. Die Essigsäure verbindet sich dabei mit dem Kalides Kleesalzes, die Oxalsäure hingegen bildet mit demBleioxyde ein weifses, im Wasser unlösliches Salz, wel-ches niederfällt. Das Gemenge wird dann filtrirt und dasungelöste Bleisalz auf dem Filtrirpapiere mit warmemWasser gut abgespült, und darauf auf Löschpapier ge-