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1,2 (1825)
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Zerlegung der Salpetersäure.

schem Gewicht concentrirt worden ist, dann fiberdestillirt,und über dieses Gewicht hinaus durch Destillation nichtweiter concentrirt werden kann.

Sie gefriert langsam, und zwar die von 1,3 specifi-schem Gewicht bei —20°, die concentrirte hingegen erstbei —40°. Sie ist weit flüchtiger, als die Schwefelsäure;in freier Luft stöfst sie einen weifsen Rauch aus, ziehtnach und nach Wasser an, nimmt an Gewicht zu undwird verdünnt. Sie wird vom Lichte zerlegt, gelb gefärbtund entwickelt Sauerstoffgas, und mufs daher vor derEinwirkung des Sonnenlichts gänzlich verwahrt werden.Mit Wasser gemengt erregt sie Wärme, mit Eis oderSchnee hingegen starke Kälte. In den Verwandtschafts-, graden kommt sie der Schwefelsäure am nächsten. Vonihrer Zusammensetzung wird weiter unten die Rede sein.Ihre Sättigungscapacität beträgt 14,7C.

Die Salpetersäure wird durch alle brennbare Körperzerlegt; durch Kohle und Schwefel aber nur bei einererhöhten Temperatur. Vom Phosphor und von den mei-sten Metallen, besonders von Feilspähnen des Zinks, Ei-sens, Zinns, Kupfers u. m. a. wird die concentrirte Säuresehr schnell, bisweilen selbst mit Erscheinung von Feuer,die verdünnte Salpetersäure langsamer zerlegt. — Orga-nische Stoffe werden eben sowohl von der verdünnten,als von der concentrirten Säure angegriffen. Von derletztem werden sie gröfstentheils in Kohlensäure undWasser umgewandelt, und verschiedene erhitzen sich da-mit bis zur Entzündung; z. B. wenn man ~ Loth Sandelölmit ~ Loth rauchender Salpetersäure mischt, so entstehtunter starkem Aufbrausen ein rother und dicker Rauch,und die Masse geräth mit einer hohen und schönenFlamme in Brand. Ein Loth Terpentinöl, mit i Lothconcentrirter Schwefelsäure und dann mit 1 Loth concen-trirter Salpetersäure vermischt, entzündet sich ebenfalls."Wirft man eine glühende Kohle auf recht concentrirteSalpetersäure, so brennt sie mit vieler Heftigkeit, unterEntwickelung rother Dämpfe, fort. — Verdünnte Salpe-tersäure verwandelt die meisten Pflanzen- und Thierstoffe