Schweflichte Säure.
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sucht man, diese Concentration bis über den Punkt hinausfortzusetzen, wo die Flüssigkeit ein specifisches Gewichtvon j,347 hat; so wird die Säure zerlegt, indem schwef-lichte Säure entwickelt wird und Schwefelsäure in derFlüssigkeit zurück bleibt. Dasselbe tritt ein, wenn sieerwärmt wird, und zwar in concentrirtem Zustande nochvor dem Siedepunkte des Wassers.
Diese Säure löst das Zink unter Entwickelung vonWasserstoffgas auf, und wird weder durch Salpetersäure,noch durch Chlor, noch durch Mangan-Superoxyd, inSchwelsäure verwandelt, wenn sie nicht, damit bis zumSieden erhitzt wird. Sie besteht ans 44,59 Theilen Schwe-fel und 55,41 Theilen Sauerstoff; ihre Sättigungscapacitätist i ihres Sauerstoffgehalts oder 11,08, und ihre Zusam-mensetzung ist dabei von solcher Beschaffenheit, dafs beimGlühen ihrer Salze ein neutrales schwefelsaures Salz zu-rückbleibt, und eine Quantität schweflicbte Säure ent-weicht, welche für sich hinreichend gewesen sein würde,mit derselben Basis ein neutrales schweflichtsaures Salzzu geben, — oder die Schwefelsäure und schweflicbteSäure sind in derselben in solchem Verhältnisse verbun-den, dafs beide eine gleiche Menge Schwefel enthalten.
3. Schweflicbte Säure.
Wenn Schwefel an der Luft verbrennt, so entstehteine eigene, saure, erstickend riechende Gasart, welcheschweflichtsaures Gas genannt wird.
Am leichtesten erhält man dieses Gas, nach Ber-thier, wenn man ein Gemenge von 4 Th. Schwefelblu-men und 5 Th. fein gepulverten Braunsteins (Mangansu-peroxyd) in einer kleinen Glasretorte erhitzt. Die Hälftedes Schwefels oxydirt sich auf Kosten des Superoxyds zuschweflichter Säure, während sich die andere Hälfte mitdem Mangan zu Schwefelmangan verbindet. Man erhältes auch, und sicherer rein, als auf die eben genannte Art,wenn man concentrirte Schwefelsäure mit Kupferfeile odermit Quecksilber in einer Retorte kocht. Das Metall oxydirt