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1,2 (1825)
Entstehung
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465
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Untcrsclnvefelsäure.

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Säure ist, daf', wenn ein Körper hineinfällt, der aus Koh-lenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff, den gewöhnlichenBestandteilen der organischen Natur, bestellt, der Was-serstoff und Sauerstoff sich zu Wasser verbinden unddie Säure verdünnen; ein anderer Tlieil davon aber sich'theils in eine Art Zucker, der mit dem Zucker in denWeintrauben und im Honig gleichartig ist, theils in Essig-säure verwandelt, und der Rückstand, welcher nun koh-lenhaltiger als vorher geworden ist, die Säure schwärzt.Verdünnt man die geschwärzte Säure mit Wasser, so fälltdie Kohle mit einem sehr geringen Anteile Wasserstoffals schwarzes Pulver zu Boden. Erhitzt man sie hinge-gen, So wird die Kohle oxydirt und die Säure zerlegt. —Dieser Umstand macht, dafs die Schwefelsäure nur inGlasgefäfsen mit gut eingeschliffenen gläsernen Pfropfenaulbewahrt werden kann.

Die Schwefelsäure besteht aus 40,14 Theilen Schwe-fel und 59,86 Theilen Sauerstoff, oder aus 100 TheilenSchwefel und 149,135 Theilen Sauerstoff. Wenn sie sichmit andern oxydirten Körpern zu völlig gesättigten Ver-bindungen verbindet, so enthält die Menge der letztem,die zur Sättigung erforderlich ist, genau ■§- so viel Sauer-stoff, als die gesättigte Menge Säure, so dafs diejenigeQuantität Alkali, Erde oder Metalloxyd, welche 100 TheileSchwefelsäure sättiget, 19,96 Theile Sauerstoff enthält.Diefs Verbältnifs nenne ich, wie oben erwähnt wurde,die Sättigungs-Capacität einer Säure, die sonach bei derSchwefelsäure 19,96, oder in runder Zahl 20 beträgt.Einige nehmen an, dafs die Schwefelsäure gerade 60 Th.Sauerstoff enthalte, und dafs ihre Sättigungscapacität ge-rade 20 sei. Diefs gründet sich auf eine Vermutliung,betreffend das Verhältnifs zwischen dem Gewichte der Vo-lume der einfachen Körper, welche ich am Ende des zwei-ten Theiles näher zu untersuchen Gelegenheit haben werde.

2. Unterschwefelsäure.

Die Unlerschwefelsäure wurde erst im J. IS 19 vonGay-Lussac und Weither entdeckt. Der letztere