l
- */,>v
L'' ^
-- 25
für einen Fergen halten, wenn ich den erstenSchrill zur Aussöhnung thue. Die Beförde-rung seines Wohls wird ihm nur neue Kräftegeben, mir ferner zu schaden. Die Pflicht derEclbsterhaltung fodert es also von mir, daß ichihn stürze und zu Grund richte. So würde ichvielleicht einem menschlichen Sittenlehrer ant-worten, der meine Selbstrache durch vernünf-tige Vorstellungen von Edelmuth und Geistes-größe dämpfen wollte. Ist aber dieser Sitten-lehrer Jesus Christus, zugleich wahrer Gott,so wird sein göttliches Ansehen alle Scheingrün-de auf einmal aufwiegen. So fruchtbar ist derGlaube an die Gottheit Jesu in seinen Wirkun-gen.
lasset uns also diesen Glauben trotz allerAnfeindungen unsers zweifelsüchtigen Jahrhun-derts unversehrt behaupten; denn es ist ein ver-nünftiger Glaube. Er gründet sich auf die kla-re Aussage Gottes, auf die bestimmte ErklärungJesu, auf das feierliche Zeugniß der Apostel undder apostolischen Kirche. Er äussere aber auchseinen wohlthätigen Einfluß aufunser Betragen.Durch ihn werde zuversichtlicher unser Vertrau-en auf Gott, als unfern Vater; durch ihn wer-de thätiger unsere Liebe gegen die Menschen alsunsere Brüder; durch ihn werde standhafter un-ser Bestreben, alle Neligionspflichten ohne Aus-nahme