Zweiter Theil.
Der Glaube an die wahre, ewige GottheitJesu Christi ist ein in seinen Wirkungen frucht-barer Glaube; denn erwacht erstens zuversicht-licher unser Vertranen auf Gott als unsern Va-ter; zweitens thätiger unsere Liebe gegen dieMenschen als unsere Brüder; drittens stand-hafter unser Bestreben, alle Sittenregeln desEvangeliums ohne Ausnahme zu befolgen.
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Unser Vertrauen auf Gott hängt von denBegriffen ab, die uns von ihm beigebracht wer-ben. Ist er ein eigennütziger Allherrscher, derdie Welt blos zu feiner Ehre schuf; setzte er dieMenschen nur um seinetwillen auf die Erde,damit ihm, wie einem Herrn von seinen Skla-ven gedienet werde; schrieb er uns willkürlicheGesetze vor; wird er durch die Fehltritte derSterblichen aufgebracht; schlachtet er imGrimme die Sünder seiner Gerechtigkeit auf,wenn sie sein Rachschwecdt durch Selbstqual?»nicht abwenden; o so hat es ein Ende mit un-serm Vertrauen auf ihn. Wir werden ihn fürch-ten—wie ein mit der Änutpcrtsche bewafne-ter Despot gefürchtet wird—und diese Furchtwird höchstens einen niederträchtigen Sklaven-dienst erzwingen. Grundlage zu Pflichten,
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