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Jesus als Sohn Gottes und als Lehrer der Menschheit : vorgestellt in zwei Predigten
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Matth.

IY/2I 2A

Match.

6, IY.20.

Marc.

10 , LI.

Matth.

5 , 44 -kuc.ü,L7.

Matth.

» 8 , 21.22

Besuchen das Elend der Unglücklichen durchWortund That lindern könne. Dieß alles werde ichthun, weil ich von der Gottheit Jesu, undmithin von der Wahrheit seiner Aussage über-zeugt bin, daß ich auf diese Art meine Schätzenicht verliere, sondern in der Ewigkeit mit hun-dertfältigem Gewinne zurückerhalte. Seyet nunan die Stelle eines Gottmenschen den SohnJosephs, den gemeinen galiläischen Juden, denZrmnurmann aus Nazaret; und sehet, ob seinBeispiel so rührend, siine Versicherung so über-zeugend, sein Verheißen so beruhigend und an-ziehend sey? Sehet, ob ein standhaftes Bestre-ben, die Sittenlchren des Evangeliums ohneAusnahme zu befolgen, von einem menschlichenLehrer in jeder Menschenklasse bewirkt werdenkönne.

Lasset mir, zum Beispiele, einen philoso-phischen Sittcnlehrer anrathen, daß ich mein«Feinde lieben, für siedeten, ihnen Gutes thun,die angethanen Unbilden vergessen soll, wärensie auch nicht nur siebenmal, sondern stebenzigsiebenmal wiederhohlt worden. Wie viel wirdmeine aufgebrachte Vernunft nicht einzuwendenwissen ? Mein Feind ist ein Bösewicht, der mirohne meine Schuld Uebels that, Ich habe einstrenges Recht, auf Genugthuung zu dringen.Wenn ich ihm schonend vergebe, so wird er nochschlimmer und verwegener. Man wird

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