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besucht die Hütte des Kranken, und hilft ihmauf; durchwandert die entlegensten GegendenJudenlands, und trocknet überall die Thränender leidenden Menschheit ab. Wie nachdrück-lich werde ich durch dieß erhabene Beispiel zumWohlthun aufgefodert? Ein Eottmensch willdas Kleid, das ich dem Nackten, die Speise,die ich dem Hungrichen, die Labung, die ich demSchmachtenden reiche, so aufnehmen, als wä-re es ihm geschehen. Wie sehr willkommen,wie verehrungswürdig wird mir dann jeder Elen-de seyn, den ich sonst keines Blickes gewürdigthätte t' Ein Gottmensch belehret mich, daß ichnach dem Plane der Fürsehung nur darum rei-cher geworden bin, um wohlthätiger seyn zukönnen; daß ich die Güter dieser Erde ungerechtund thöricht verwalte, wenn ich sie geizig auf-bewahre, oder wollüstig verschwende; daß eineHölle von Qualen des Unbarmherzigen warte,der feinen Bruder an feiner Seite darben, ster-ben sieht, ohne ihn von seinem Ueberfiuffe zulaben und zu retten. Wie erschütternd muß fürmich diese Versicherung seyn ? Wie bereitwilligwerde ich nun meine vollen Geldcisten öffnen ,der leidenden Menschheit Freistätte errichten.,Krankenhäuser unterhalten, die Wohnungen derArmen und Preßhasten durchspähen, oder denthätigen Seelsorger, den liebevollen Arzt durchGeldbeiträge unterstützen, damit er bei seinen
Ioh.5,8.Luc. 4,
Maul).
15, 2l—za.
Matth.25, Z4—40.
Luc. 16,y.
Luc. 16,1—8-
Luc. iä,19- gi.Matth.25, 4^—45-