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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Will übcn er zu neuer Stärke,

Er kehrt zurück zum Männerwerke.

Er jagt in Muth, die Augen funkeln:

„O, kehre bald, die Berge dunkeln!"

Er hört die Mahnung nicht im Saus.

Fort gcht'S. Er bleibet lange aus.

Im Schloß packt sie die Furcht mit Macht.So harren sie bis Mitternacht,

Da naht ein Reiter hoch zu RoßIm Fackclglanzc sich dem Schloß.

Das ist der Spork, der Werth ist'S nicht.Doch hinter ihm im Fackcllicht,

Von ernsten Männern sanft getragen,

Da liegt, ein Anblick zu beklagen,

Auf einer Bahr von grünen ZweigenJohann von Werth. Weh! seltsam eigenStrahlt ihm der Blick. Blut klebt im Haar,Ihm kam ein Unfall, das ist klar,

Auf seinem nachtumhüllten Stege.

So fand ihn Spork an seinem Wege,

Der rasch nach Bcnatck gekommen,

Weil von der Hochzeit er vernommen.

Treu bei dem Wunden stand das Roß.

O, welcher Jammer ging durchs Schloß!

Bald liegt im Bett der kranke Mann.

Ach, wie die Hoffnung jäh zerrann,

Daß er genese! Fiebernd fliegenDie Pulse ihm. Kaum kann er liegen.

Er zuckt, er brennt. In PhantasienHört man die Sinne rastlos zichn.