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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Doch eine frohe: „Geht zum Rhein!"

So ruft er, „glücklich dort zu sein!

O Gott, wie ist der Rhein so schönMit seinen Ebnen, Thälern, Höhn!

O Gott, jetzt weiß ich, was mir fehlt!Mir fehlt der Rhein. Ja, es beseeltUnd kräftigt, an die Heimat denken.

Ach, ich bin krank. Wir alle lenkenZum Rhein den Zug, ihr theurcn Wesen!Am Rheine wcrd ich bald genesen!"

Er sendet gleich zum Schloßkaplan.

Der kleidet sich im Kirchlein an,

Daß er den Bräutigam und die BrautNoch heute am Altäre traut.

Und so geschieht's, dann ruft das MahlSie alle in den hohen Saal.

Lang war kein Tag so hell und rein:

In Strömen floß der goldne Wein,

Hoch trank man zu dem jungen Paar.Wen gab's, der heut so fröhlich warWie Werth! Das Helle Auge glüht,

Die Stirn ist klar, die Lippe sprühtVon Witz und Lust. Marie schautAufs Neu ihn an wie eine Braut.

Wie freut sie sich! Ja, er ward MeisterDer trüben und unholden Geister!

Und als das Fest zu Ende ist,

Da heißt er noch zur selben FristFortuna satteln. Seine Kraft,

Die ihm im Trübsinn ist erschlafft,