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Marie erkennet kaum den Mann,
Der einst so kühn ihr Herz gewann.
Die Biutter kennet kaum den Sohn,
Den sie in Blick, Bewegung, TonStets munter sah. Wo ist die Lust,
Die aus der breiten MännerbrustSo hell auflachte? Selbst beim MahlUnd Wein umschleicht ihn tiefe Qual.
Ihn freut nicht mehr das reiche Gut,
Er führt nicht mehr der Wirthschaft Hut.Was kümmern ihn die schönen Pferde!Umsonst brüllt ihm die glatte Herde.
Er ziehet nicht mehr aus zum JagenFern in Gcbirg zu Forst und Hagen,
Er ist kein Wirth mehr frohen Gästen,Und nimmer ladet er zu Festen.
Sich selbst kennt er im Trübsinn kaum,Sein Leben ist wie schwerer Traum.
Das thun in dem zerrissncn HerzenUms Vaterland die herben Schmerzen.
Irmgard, sein schmuckes Töchtcrlcin,
Das nun in Schönheit hell und reinAls Jungfrau blüht, liebt Winand Frentz.Sie liebet ihn. Der Helle Len;
Der Minne lacht den jugendhellenGestalten süß. Die Beiden stellenSich vor ihn hin. Die Herzen schlagenSo hoch, als sie dem Vater sagen,
Daß sie in Liebe sich gefunden.—
Da kam ihm nach viel trüben Stunden