Sie herrschen ganz nach eignem Willen!Wer wird den Ucbcrmulh jetzt stillen?Wer kann sie regeln, ordnen, schulen,
Die jetzt nur mit der Fremde buhlen!Ach, Alles schmilzt elend in Kleinheit!Dahin, dahin ist Deutschlands Einheit!"
Der Jammer drückt den stolzen MannAm Herzen wild. Wie Fluch und BannSenkt es sich düster auf sein Leben.
Er kann sich nimmer drein ergeben,
Daß all die Hoffnungen vernichtet,
Aus die fein Leben war gerichtet.
Wen tiefe Schmerzen so durchweh»,
Wie mag der wohl zu Hofe gehn?
Er meidet München, meidet Wien.
Was soll er hin zum Kaiser zichn?
Was soll er sich dem Kurfürst neigen?
Er brache dort das tiefe Schweigen,
Das hohe Herren von ihm fodern,
Um laut in Zornmuth aufzulodcrn,
Ob diesem schimpflich schlechten Frieden,Für den die Weisen sich entschieden!
Und von Verstecke zu VersteckBegibt er sich nach Bcnatck,
Vom jungen Winand Frentz begleitet,Der still an seiner Seite reitet.
Daheim begrüßt er Weib und KindUnd Mutter, treu und lieb gesinnt,
Wie alle Zeit. Doch auf der FeierDes Wiedersehens ruht ein Schleier.