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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Und hindcrt's. Und voll grimmer Wuth,So schleudern sie des Feuers GlutRings in die Dörfer und die Flecken.

O allbarmherz'ger Gott! da streckenRauchsäulen rings sich in die Luft.

Voll Jammer, Furcht und Schrecken ruftDie laute Noth. So sengt und brenntDer Feind, der sich aus Baiern trennt,

Um überm Lech im SchwabcnlandeZu wüthen fort mit Schwert und Brande.

Nachflicgt der Werth. Als flücht'gcr GastHält er im alten Augsburg Rast,

Da hört er die Posaunen tönen,

Die hoch von allen Thürmcn dröhnen,

Da hört er alle Glocken läuten.

Was hat das Lärmen zu bedeuten?

O Gott, es kam zu dieser StundeIns Land des Friedens erste Kunde!

Zu Münster und zu OsnabrückWard er geschlossen. Welches Glück!

Es eilen bei dem FreudenschalleZur Kirche rasch die Bürger alle.

Da hört man rings die KatholikenZum Himmel manch Tedcum schicken.

Aus Protestantcnkirchcn ziehtDas alte stolze Lutherlied:

Ein' feste Burg ist unser Gott! —

Johann von Werth ruft ohne Spott:

„Ich werde nimmer mehr begehren,

Schloß Deutschland Frieden nur mit Ehren!"