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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
Seite
215
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Die kriegsgcriebenen Gesellen,

Als wie zu rnhn auf faulen Fellen.Kurzum, er lös't den jüngsten BundUnd gibt dem Kaiser Plötzlich kund,

Er will zum Reich sich wieder wendenUnd ihm das Heer nach Böhmen senden.

Wen freute solche Botschaft nicht?

Auch Werth strahlt auf in Hellem Licht,Denn blüht dem Reiche Glück und Heil,So ist's, als wär's sein eigen Theil.

Doch ach, mit tiefem Schmerze hört

Er, daß der Baicr noch empört

Ihm maßlos zürnet. Ausbedungen

Hat er in seinen Forderungen

Sogar, daß Werth und Spork nicht weiter

Zum Kampfe führen ihre Reiter.

Es kündet Kaiser Ferdinand

Ihm trüb die Mär. Er gibt die Hand

Dem Werth und fraget: was er meint.

Da ruft der Werth:Es gilt, den FeindVor Allem aus dem Land zu schlagen.

Das aber thun in diesen TagenZwei Heere schneller, als das Eine.

Herr Kaiser, das ist, was ich meine:

Ihr müßt mit Baicrn Euch vertragen.Nach mir und Spork ist nicht zu fragen.Der Himmel möge Segen geben!

Der Kaiser und das Reich soll leben!."

Er wendet tief gerührt sich sort,

Und läßt mit seinem Roß den Ort.