214
Zeit und Gelegenheit. Zu flicken
Dem Feind am Fell, will sich nicht schicken.
Allwärts ist nichtiges Beginnen,
Sie können sich nichts abgewinncn.
Man sicht die Schweden immer gehn,Sobald die deutschen Schämen stehn;
Die Deutschen gehen, wenn die SchwedenSich stellen. Jeder meidet Jeden.
Einst ruht der Werth im alten Prag,
Wo grad mit seinem Hofe lagDer deutsche Kaiser Ferdinand.
Was hört er da? Des Krieges StandVerändert sich. MaxmilianSchließt wieder sich dem Reiche an.
Sein Abfall hat ihn längst gegrämt,
Es fordern auch zu unverschämtDie frechen Schweden KriegsersatzAus seinem längst erschöpften Schatz.
Was hilft auf dem Papier der Frieden,Der auch dem Bruder nicht beschicken?Denn ihn, den Kurfürst Kölns, umpressenMit schnödem, keckem Raub die Hessen.Auch redeten wohl dienstbeflissenDie Priester scharf in Max Gewissen,Daß er der Kirche Freunden kündetUnd ihren Feinden sich verbündet.
Was sind's dabei für mächt'gc Lasten,Sein Heer in faulem, trägem RastenZu halten! Sold und Kost sind theuer.Auch wollen lieber sie ins Feuer