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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Der einz'ge Mann macht Alle weichenMit seinen unnahbaren Streichen.

Es folgen bald ihm mit einanderHauptlcute und der Herr Melander.

Der Feind entflieht. Jedoch es fassenIhn rings die aufgeschrecktcn Massen,

Die rasch zu Schwert und Lanzen griffen.Umsonst ward nicht der Stahl geschliffen.Da stürzten viele in die Flut,

Die Andern sanken roth im Blut,

Die Meisten wurden eingekettet.

Doch der den Kaiser hat gerettet.

Das war, der tödlich lag im Zelt,

Das war der wunde kranke Held,

Der todtgeglaubte Werth! Er siegtSelbst, wenn er tief im Siechthum liegt.Erst als der Feind von dannen rennt,

Da fühlt er, wie die Wunde brennt.

Der Kaiser danket ihm von Herzen.

. Dann suchet er das Bett in Schmerzen.

Wie sehr ihn auch der Streit erschlafft,

Bald wuchs ihm frische neue Kraft,

Und lustig ging's mit altem FeuerBergauf, bergab zum Abenteuer.

Bald ist er hier, bald ist er dort,

Bald gcht's nach Süd und bald nach Nord.Und ost im flücht'gcn UebcrfallGibt's blut'ge Köpfe überall.

Was hilft's, vor Eger trüb zu liegen?

Ein Reiter muß die Welt durchfliegen! —Johann von Werth. 1t