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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
Seite
210
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Gibt's keine Schlacht, sucht er Gefecht.

Einst ging es schier dem Helden schlecht.

Da ritt mit Spork er auf Partei,

Auch ist der Fix und Jost dabei.

Und wie sie Haid und Wald durchstreifen,Da hören sie die Kugeln Pfeifen.

Der Schwede liegt im HinterhaltMit Ucbermacht, der Schlachtruf schallt.

Sie müssen fliehen. AbgcschnittcnVom Heer sind sie zu weit geritten.

Sie werfen drauf sich in ein SchloßUnd bergen sich mit Mann und RoßDort zwischen hohen festen Mauern.

Die können wohl im Sturme dauern.

Auch ist von Gräben cs umgeben,

Darauf Zugbrücken sich erheben.

Wohl böt' es sichern Schirm und Schutz,Wohl böt' es lange Monde Trutz,

Doch fehlt ihm Eins. Dies Eins ist Alles,Es fehlt im Drang des WafscnschallesDer Proviant, denn öd und leerStehn Stuben, Scheunen, Stall' umher.

Ein Hüter wohnt im Hof allein.

Dem eine Kuh, ein Bock, ein SchweinVon abgcfallner magrer Zucht,

So wie ein kleiner Sack mit FruchtZu eigen sind. Gleichviel! Zu haltenGilt's hier sich vor des Feinds Gewalten.

Ja, theucr ist jetzt guter Rath,

Das hört man, als der Abend naht.