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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
Seite
208
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Sein Vetter Helmold kecke Reiter.

Er war wie Werth ein stolzer Streiter.

Und da nun Erd' und HimmeldomIm Dunkel liegt, krenzt er den Strom.

Am Kaiserlager wie der BlitzNimmt er den Posten in Besitz.

Wem er begegnet hin und wieder,

Den wirft in jähem Tod er nieder.

Denn feget er mit Saus und BrausIm Lager um. Dort steht das Hans,

In dem der deutsche Kaiser ruht.

Er säbelt rasch mit frechem MuthDie Wachen um. Jetzt gellt ein SchreiVoll Schreck und Angst und löst das BleiDes Schlafs. Du großer Gott, es giltDes Kaisers Leben! Wüst und wildLärmt schon der Schwede vor der ThürDes Herrn. Der springt vom Bett. HersürWill er im Nachtkleid slichn. Es drohtGefangenschaft ihm oder Tod!

Da kommt heran in Wuth und HastBarhaupt und ohne Kleidung fast,

Hochblank das Schwert in krampf'ger Faust,Johann von Werth hcrangebraust.

Sein Antlitz ist noch roth von Blut,

Die Augen sprühn in Ficberglut,

Die Haare sträuben sich ihm wild.

Das ist das fürchterliche Bild

Des Schlachtengotts! So fährt er drein,

So mäht er in die Schlachtenreihn.