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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Das Fußvolk läßt die Garnisonen,

Das Feld durchfliegen die Schwadronen.So ziehen sie auf Weg und StegenDem thenren Führer rings entgegen.

Doch, ach, in München ist verrathen,

Wie furchtbar Werth gesät die Saaten!

Da steht man zu den HeerestheilenBcrrätherische Späher eilen.

Der Eine spricht:Traut nicht dem Werth,Der selber Land und Volk begehrt IEr macht es wie der Wallenstein,

Er haut noch auf den Kurfürst ein!"

Der Andre ruft am andern Ort:

Er will nach Wien mit Brand und Mord!Vertrauend seinen vielen Siegen,

Denkt er den Kaiser zu bekriegen!"

Der Dritte schreit als wilder Hetzer:

O, hütet euch, er wird ein Ketzer!

Auf Erden führt er ins Verderben,

Zur Holle geht es nach dem Sterben!"

All dieser Stimmen tolles WirrenBringt in die Geister trübes Irren.

Was wahr ist und was falsch daran,Begreift nicht der gemeine Mann.

Er weiß nicht, wem er folgen soll,

Als noch zum Schluß der Rus erscholl:Berrath ist's, was der Werth ersann.

Der Kurfürst schleudert Acht und Bann!Erlegt den Werth mit Schwert und Blei,Der Werth, der Werth ist vogelsrei!"