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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Werth wird auss Neue übergangenAls Oberfeldherr. Ja, es bangenTreulose vor dem deutschen Wesen.

So wird der Ranschenberg erlesen,

Der unter ihm im Range ist.

Doch durch die Truppen geht zur FristEin unzufrieden düster Grollen,

Weil sie den Werth als Führer wollen,Und in des Helden Seele trifftDie Nachricht wie ein fressend Gift.

Jetzt geht im Heere um ein Werben!

Die Führer wollen leben, sterbenFür ihren Werth. Ein jeder schwörtDem Spork, daß er dem Reich gehört,

Daß stark er stehen will zum RechtenUnd für den deutschen Kaiser fechten.

Bei Gott, da kommt auch noch ein BriefVon Wien! In Klagen schwer und tiefErgeht der Kaiser sich voll Gram,

Daß Baiern ohne Scheu und SchamZum Feind sich schlug. Dann klingt sein Mahne»,Daß zu des Reiches Adler-FahnenDas Heer, das vielgeprüfte, alte,

In freudenreicher Treue halte.

Da schwindet Plötzlich alles SchwankenAus Werth's hellglühendcn Gedanken.

Er schickt von Passau, wo er stand,

Rings Boten durch das ganze Land,

Und läßt den Schaarcn allen sagen,

Sich Augenblicks zu ihm zu schlagen.