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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Vom Reich trägt er sein Land zu LehnUnd muß als Dienstmann zu ihm stehn.Und wenn der Fürst den Herrn verläßtUnd an den Feind sich knüpfet fest,

Ist er nicht besser, als sie alle,

Die jüngst beim lauten WaffenschalleSich gegen ihren Herrn empörtenUnd frech des Reiches Frieden störten.Ja, schlimmer ist der Kurfürst noch!

Hier pfeift der Wind nicht ans dem LochDer Glaubensfreiheit. GlaubcnstrntzIst nicht der Grund, nein, Eigennutz!Maxmilian zerbricht den EidDem Reich. Drum ist es Frömmigkeit,Nicht Sünde, ihm den Eid zu brechenUnd treu das eidliche Versprechen,

Das sie in ihm dem Reich geleistet,

Zu halten. Fluch, wer sich crdreistet,Jetzt diese Wahrheit zu bestreiten!

Sie müssen für die Heimat reiten!

Den falschen Kurfürst gilt's zu fliehen,

Es gilt, dem Kaiser zuzuziehen!

Und Beide lauschen um und um.

Auch aus dem Heere lieget stummUnd starr die Wuth ob solchem Frieden.Geleen, der Feldherr, ist geschieden,

Ihm ward der Krieg zum Ucbcrdruß,Auch will er nicht zum bösen SchlußNoch bei des Reiches Feinden stehn.

Wer aber folget dem Geleen?