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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Turcnne fordert das Versprechen,

Max soll mit seinem Kaiser brechen,

Turcnne gibt den Wränget Preis,

Der stets zu kühn das SiegerreisAm Hute trägt. Frankreich und BaiernSieht man zu Ulm den Frieden feiern.

Der Wränget tobt, von Wuth zerrissen,

Daß ihm entging der fette Bissen,

Den er schon in den Zähnen glaubte.

Ha, wie er sengte, brannte, raubte!

Doch edler grollt der kühne Werth

Und grimmer noch. Schars wie ein Schwert

Fährt ihm die Nachricht in die Seele.

ES stockt das Wort ihm in der Kehle.

Er hat an langen trüben TagenDen beißend scharfen Schmerz getragen,

Den ihm verletzter Ehrgeiz schuf.

Jetzt tönt verzweiflungsvoll sein Nus:

O, wo ist Wahrheit, Scham und Scheu?Wo ist die alte deutsche Treu?

Zcrrissncs armes Vaterland!

O, deutsches Reich, wer hält dir Stand!"Und betend greift er nach dem Herzen.

So findet ihn in seinen SchmerzenDer treue Spork. Jetzt gilt es Thaten!

Das ist ihr Schluß! Und sie berathen.

Bei Gott, es ist ja sonnenklar:

Wer stets ihr höchster Herrscher war!

Der Kaiser ist's, der Kurfürst nicht,

Der Kurfürst steht in Kaisers Pflicht,