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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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181
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Es bebt die Stimme einem Man»,

Dem niemals Thränen abgewannDie btnt'ge Schlacht. Heut war's sein Glück.Des Lebens Lust kehrt ihm zurückAm treuen Herzen seiner Frau,

An seines Kindes sel'ger Schau.

Wie grüßet ihn so hell und trautDer alten Mutter treuer Laut,

Wie lachen ihm des Vaters Angen!

Daheim kann er sich Frieden saugen.

Wie gern er mit der Brust voll LiebeIn ihren stillen Kreisen bliebe!

Doch erst ist's nöthig, stark zu schassen,

Daß endlich srei vom Lärm der WaffenDas Vaterland in Freiheit blüheUnd ihm und Allen Glück erglühe!

Erst gibt dem Herzen er die Rechte.Dann drängt cs, neue KriegesknechteIn Köln zu werben, denn er hatStets in der alten heil'gcn StadtViel tapfer lustig Volk gefunden,

Das rings vom Land ans viele StundenGar oft in Hellen lichten HaufenZu seinen Fahnen kam gelaufen.

Dort in des Niederrheines Wiesen,

Da sind die Leute groß wie Riesen;

Zäh ist der Schlag im belgischen Land,An Wupper, Sieg und Aggerstrand;Rasch sind zu Thaten die Wallonen,

Die in dem Bisthum Lüttich wohnen.