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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
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180
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Rasch ist beschafft an schlichter Speise,

So viel ihm noth thut auf der Reise.

Und wie er mm aus Böhmen scheidet,

O, wie er jeden Wohnplatz meidet,

Wie er den Menschen ans dem WegeSich suchet stillgcheime Stege!

Es war ein seltsam öder Ritt.

Es nahmen ihn auf Tritt und SchrittDie dunkeln Wälder auf. Im FlugGing über Haiden weit sein Zug.

An grünen Strömen ritt er fort.

Wohl sah er Wöls' und Füchse dort,

Die Raben krächzen um ihn her,

Der Habicht schlägt die Flügel schwer,Vorüber stürmt der Hirsch im Lauf,

Die Rehe nimmt das Dickicht ans.

Wo aber sind die Menschen hin?

Ach, allwärts tritt ihm vor den SinnDas wnndgcschlagnc Vaterland,

Das öd, verarmt, zerfetzet standVom wilden Kriegslärm langer Jahre!

Es sträubten sich ihm fast die HaareVor all dem Fluch. Zuweilen schliefEr in den Pelz gehüllct tiefFür kurze Frist, und ohne SäumenUmwebt es ihn mit wilden Träumen.Wild fährt er auf und schwört aufs NeueDer deutschen Sache deutsche Treue.

Wie glücklich war er dann, die SeinenZn grüßen! Seine Augen weinen,