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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Er schwer zum Schwert. O, wie besonnen!Hei, frisch gewagt, ist halb gewonnen!"

„Ja!" ruft der Werth, „wer wagt, der winnt!So ist ein ReitcrSmann gesinnt!" —

Bei solchen Reden geht cs fortZum Nicdcrrhein von Ort zu Ort.

Was müssen da die Augen schauen!

Sind das die schönen reichen GauenDes Vaterlands? Gab' ihm zur SeiteDer grüne Strom nicht das Geleite,

Erkannt' er nicht der Berge Wände,

Er glaubte sich in fremd GeländePlötzlich versetzt. Wo einst die FruchtHoch aufgewallt in goldncr Wucht,

Da wuchert Unkraut wüst und wild,

Wo Hügelreihen und GefildDie dunkeln Trauben einst gegeben,

Erstickt Gestrüpp die armen Reben.

Zum Urwald ist der Forst verwirrt,

Den grünen Wiesen fehlt der HirtMitsammt der Herde. Durch das LandHat hier das Schwert und dort der BrandVertilgt die Dörfer, Höfe, Flecken.

Verrußte Giebcltrümmer streckenSich oft aus Gruppen alter Bäume,

Und öd sind die verschonten Räume.

Wo blieb das Volk, das rings gesessen?

O Gott, der Krieg hat es gefressen!

Der Krieg! Er brachte Raub und Mord.Gesindel stiebt von Ort zu Ort