153
Sie tagten dort. Der Schwede zogMit seinem Heere hin. Er flogWie in den jungen wilden Tagen,
Und war' der Frost nicht umgcschlagen,Der rasch das Eis der Donau brach,
Er hätte dort am schlimmen TagDie alte Reichsstadt wohl umgangenUnd alle deutschen Herrn gefangen.Thauwetter rettet' Reich und Thron,
Sie kamen mit dem Schreck davon.Sonst trieb er Krieg wie launig Spiel,Da kam vcrschlcmmt er bald ans Ziel.Er starb. An seine Stelle tratDer Torstcnson. Auf andcrm PfadGeht dieser Mann. Jüngst angckommcn,Hat muthig er das Heer genommenUnd ziehet durch den deutschen NordenMit seinen neugcworbncn Horden.
Ich furcht', er macht mit seinen WaffenDem deutschen Reiche viel zu schaffen.
Als Bernhard kühl im Grabe lag,
Da folgt Graf Gnebriant ihm nach,Sein Schüler. Jede Kriegesfahrt,
Die er begann, hat Schick und Art.
Er ist von gut französischem BlutUnd hat den rechten Männcrmuth.
Doch blieb er klüglich stets am RheinUnd hielt im deutschen Nord sich fein,Sonst wären ihm des Weimar HausenWohl von den Fahnen fortgclaufcn.