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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Es fließen in den weißen BartDie Thräncn, doch die Stimme paartSchluchzen und Jubeln:Seht, Herr Werth,Hier ist Fortuna, Euer Pferd.

Bei Nheinfelden Hab ich's gerettetUnd cs in Frieden Euch gebettet.

Der junge Hengst hier ist sein Sproß.

Wir nannten Fortunat das Roß.

Der Mutter würdig ist's von Rasse,

Ich hoffe, daß es einst Euch Passe,

Wenn wir die neuen Schlachten schlagen.

Im künft'gcn Jahre kann's Euch tragen.

Und jetzt, Herr General, zum GrußGönnt mir ans Eure Hand den Kuß!"Gerührt von solcher Treue schwingtDer Werth vom Roß sich. Fröhlich springtEr zu der wackern alten Haut,

Und wie im Aug' die Thräne thaut,Umarmet er den Kriegsgenossen,

Der stets ihm diente unverdrossen,

Der heut ihm unverdrossen dient.

Und wie der Einarm es verdient,

Reicht ihm die Hand auch Frau ChristineUnd lächelt mit glücksel'ger Miene.

Das Händchen streckt ihm gar das Kind,

Es kennt den alten Freund geschwind,

Der oft es auf dem Knie geschwungenUnd ihm manch flottes Lied gesungen.

Und als sic lang genug gezaudert,

Geschwatzt, gelacht, gescherzt, geplaudert,

Da sitzt nach langer Zeit der WerthZum ersten Mal auf seinem Pferd.