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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Des Kerkers dem Gemahl gebrochen,

Sie haben bei ihm vorgesprochen.

Und keck, frcimüthig, ungebundenErscheint der Werth zu allen Stunden.Wahrhast und trcsscnd quillt sein WortAus offnem Geist. Wen reißt nicht fortDie Männlichkeit! So lud zum SaalIhn einst der schlaue Cardinal,

Herr Richelieu. Ist das die StätteFür lüstern üppige Ballette?

Dort fragen ihn der Gäste viele,

Wie ihm das leichte Spiel gefiele.

Er denkt an den Abbs Cyran,

Den er im Kerker licbgcwann,

Und dessen edler, frommer GeistIhn oft ans trübem Sinnen reißt.

So spricht er:Ach, kein Schauspiel istSo sremd in Frankreich mir zur Frist:Ich Hab die Heiligen gebunden,

Im Lustspiel Bischöse gefunden!"

Wie lachten Alle in der Runde!

Es ging das Wort von Mund zu Munde.

Da will ihn auch der König sehn,

Und Werth muß mit zu Hofe gehn.

In Glanz und Ehr wird er empfangen.Herr Ludwig hält ihn gar umsangen,

Er hat vcrziehn ihm Schreck und Schauern,Das einst er trug an seine Mauern.

Er sagt dem Helden SchmeichelworteUnd führt zurück ihn bis zur Pforte.