Die Protestanten jüngst gesungenIhr Luthcrlied. Hier wird erschwungenRömisch der Sang. Ach Gott, cs schickenZum Streit mit deutschen KatholikenFranzösische Brüder einen Ketzer,
Der Ketzer wird zum tollen HetzerDurch seines eignen Glaubens Feind.
Mit seines Glaubens Feind vereintBekämpfet er sein Vaterland! —
Ach, das begreife ein Verstand!
Er fasse, daß sie ohne SpottUnd Hohn lobpreisen ihren Gott,
Wenn in den fürchterlichen SchlachtenSie hunderttausend Leichen machten!
O Eitelkeit der Eitelkeiten!
So denkt der Werth. — Nach allen SeitenSieht er dann heim die Menge wallen,Doch er betritt des Kerkers Hallen. —
Im Bois de Vinccnncs, unweitParis, verdämmert Werth die Zeit,
Die schleichend hinfließt. Doch nicht langBleibt er allein. Bald treibt der DrangDer Neugier zu dem alten NesteVon Stadt und Hofe viele Gäste.Staatsmänner, Priester, Kricgcshelden,
Sie lassen sich im Kerker melden.
Dann fahren vor die schönsten Frauen,
Um sich den Degen zu beschauen,
Den sie wie einen WüstenleuIm Geist sich malen. Doch die Scheu,