Da Hort mau hell die Glocken schallen,
Die Bürger strömen zu den HallenDer alten stolzen KathedraleVon Notre Dame. Im LichterstrahleErglänzen rings die hohen Bogen,
Der Weihrauch zieht in duft'gen Wogen,
Und auf dem Chore am AltarBewegt sich eine PriesterschaarIn goldig hcitcrm, Hellem Glanze.
Umgeben von des Hofstaats KranzeKniet dort der König. Sieh, jetzt nahtEin Kriegerhauf im reichsten Staat.
Er trägt heran zersetzte Fahnen,
Die auf den letzten Kriegesbahncn
Der Weimar nahm. Dann kommt der Werth,
Den Blick der Erde zugekehrt.
Und alle Augen ringsum schauenNach ihm mit Neugier und mit Granen.
Jetzt rauschen laut der Orgel Klänge,
Jetzt brausen hell die mächt'gen SängeDes Siegcsscstes. Heiter, hellWie Sonnenlicht und HimmelsguellErtönt das altkatholische Lied:
1s Denin lauüamus. Es ziehtWie Jauchzen scl'ger voller SeelenRings aus den reingestinunten Kehlen.
O, mächtig klingendes FrohlockenVon Stimmen, Orgelklängen, Glocken!
Doch seltsam ist dem Werth zu Muth,Er denkt, wie an des Rheines Flut