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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
Seite
136
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Die Zungen schier den Gaumen an.

Mit Zittern wurden aufgethanDie Lippen nur. Wie wird der FeindJetzt jubeln, wenn er dort erscheint!

Wie wird's dem Herzen Jammer schassen,Wenn sic ihn hier und dort begaffen,Gleichwie ein wildes Thier! Welch BangenErfüllt ihn! Weh, er ist gefangen!

Doch anders kam's, wie er gedacht,

Es zeigten sich voll Glanz und PrachtDie Städte, die sein Weg durchlief;Voll Achtung und voll Ehrfurcht riefDas Volk ihm zu und allerwegenZog ihm der Ralh der Stadt entgegen.Der Bürgermeister schritt voraus,

Und Blumen schmückten jedes Haus,Hell durch die Lüfte wehten Fahnen,Wohin er ging, auf seinen Bahnen;Denn König Ludwig hat befohlen,

Mit Ehr und Glanz ihn einzuholen.Ms zu Paris er cingezogen,

Da brauset erst in vollen WogenDas Volk. Es ist, als ob ein HeldHeimkehre siegreich aus dem Feld.Werth, Werth, der Fürchterliche naht!Man hemmt ihm überall den Pfad.Was ist da Cardinal und König?

Ihm jauchzt man hunderttausendtönig.Es legt der Feind es an den Tag,Was so ein rechter Mann vermag!