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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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In diesem Sinn sang ich Enr Lied,

Drum bin ich betend hingekniet.

Ich hoff, es wird mein Schwert noch schreibenDereinst: Das Reich muh uns doch bleiben!"

Vor solcher Ueberzeugung lahmGeht Bernhard fort voll Zorn und Scham.Und lange daucrt's nicht, da reitetVon vielen Reisigen begleitetIn Frankreich ein der kühne Werth,

Wo König Ludwig sein begehrt.

Er will den ungefügen Starken,

Den Helden, der in seinen MarkenGespenstisch, ein Gebild der Nacht,

So oft die jähe Angst entfacht,

Er will den Werth in seinen ReichenAufführen als ein Siegeszeichen.

Er gilt dem König schier noch mehrAls wie das ganze Kaiserheer.

Zwar ungern gibt der Weimar ihn,

Er läßt ihn widerwillig zichn.

Doch Frankreich muß er sich verbinden,

Um so das Reich zu überwinden.

So wogt nach Westen denn der Zug.

Da nahet noch in kühnem FlugGraf Götz, der alte Kampfgenosse,

Mit Spork. Es folget hoch zu RosseViel Reitervolk in blanken Rcihn.

Sie wollen ihren Werth befrein.

Doch, ach, die Rechnung stimmet nicht.

Was hilft es, ob man tapfer ficht!