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Wo Wahrheit ist und Hohn und Spott,Weiß einzig der lebend'ge Gott.
Es glaubet der wahrhaft'ge MannNicht mehr, nicht weniger, als er kann.Drum wcrf ich keinen je mit Koth,
Wer glaubt getreu bis in den Tod."
Da ruft Herr Bernhard hocherfreut:
„Ich sah's, als wir gebetet heut,
Da seid Ihr mit uns hingcknictUnd habt gesungen unser Lied.
O, kommt in unsres Glaubens Reihen,Wir werden alle Ehr Euch weihen I"
„O," lächelt Werth, „wie Ihr Euch irrt!Denkt Ihr, ich sei im Geist verwirrt?
Ihr glaubt wohl ehrlich, treu und echt,Wofür Ihr ziehet ins Gefecht.
Doch was wollt Ihr die Andern zwingen,Zu hangen an denselben Dingen?
So wie Ihr Euren Glauben tragt,
Laßt unfern uns. Das Sprüchwort sagt:Ein Bauer glaubt nur seinem Vater.
Ich bin ein Bauernsohn. Mein RatherWar meiner Jugend erste Lehre,
Von der ich nimmermehr mich kehre.
Mir ging ins Blut der alte Glauben,
Kein Menschenkind wird mir ihn rauben!"
Und Bernhard sieht den schlichten MannMit wachsendem Erstaunen an.
Dann reicht er gütig ihm die HandUnd spricht: „Was Ihr als wahr erkannt,