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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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116
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Dm Feind. Und da vom Reich gesendetSich mancher Haufen zu ihm wendet,Drängt er im Sturm auf WittenweierDen Weimar, dem er keine FeierAm Rheine gönnt. Bernhard hat dortMit Schanzen weit und breit den OrtBefestigt. Inseln liegen vielIm Fluß. Es ist sein Zweck und Ziel,Zu sichern hier den Uebcrgang,

Zu hemmen Feindessturm und Drang.

Werth ruft:Hier muh der Kampf entbrennen,Die Schanzen gilt es zu bercnnen!"

Jetzt hat er auch des Volks genug.

Er stürzt voran in kühnem Flug.

O Gott, was will der Wilde wagen?

Jst's Thorheit nicht, die Schlacht zu schlagen?Doch draus und dran! Es gilt kein Säumen!Seht, wie die raschen Rosse schäumen!

Hört, wie die chrncn Reiter klirren!

Seht, wie die Streiter jetzt sich wirren!

Es saust und braust, das Schlachthorn schallt,Es kracht, es donnert, knattert, knallt;

Aus tausend Feucrschlünden drohtBon Wall und Schanzen sichrer Tod.

Was soll's? Frischauf, hinangeklettert,

Ob Kugelregen auch zerschmettertDie straffen Reihen, deren GliederGereiht als Leichen liegen nieder.

Wer heute stirbt, der brauchet morgenNicht um den Reitertod zn sorgen!