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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
Seite
114
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N4

Ob ins Gemäuer die Bomben greifen,

Ob scharf die Flintcnkugcln pfeifen.

Sie singen nach FranzosenartEin Lied und streichen sich den Bart.

Wohl biß da mancher Mann ins Gras,Den hier das Blei, das Schwert dort fraß,Und stand' der Hunger nicht im BundeDem Feind, sie gingen nie zu Grunde.

Doch mehr wie von des Kampfes StreichenSicht man vor Mangel sie erbleichen.Erbärmlich schlichen von GeberdeSie um. Es waren schon die PferdeGespeist. Dann wurden Katz' und HundeSchier Leckerbissen jedem Munde.

Bald ist La Saludic zufrieden,

Sind Maus' und Ratten ihm beschickenZum ekeln Mahl. Doch einen TagDa gab's ein königlich Gclag.

Drei Schiffe legen an das Land,

Drauf eine Schaar von Mönchen stand.

Ha, Freunde sind's! Franzosen steckenTief in der Kuttcntracht. Die KeckenSchickt Ramsay, Hanau's Kommandant.

Man ließ im mönchischen GewandSie unbelastet weiter sahrcn.

Bald laben die bedrängten SchaarenBrod, Fleisch und Wein. Nun hofft am PlatzAufs Neue Alles auf Entsatz.

Doch fern nur glänzt der Hoffnungsstcrn.

Es bleibt die Rettung dennoch fern.