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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
Seite
108
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Sturmschnell der Werth noch einmal drein.Nachts fiel er furchtbar in die ReihnDem deutschen Obrist Dcgenfeld,

Der sich verkauft für sränzisch Geld.

Sein Lager stand bei Montigny.

Hei, wie es Plötzlich lärmt' und schrie:Der Werth ist da!" Und ausgehobenIm Tode ächzend und zerstobenSechs Regimenter! Reich beladenMit Beute zieht ans nächt'gen PfadenDer Sieger fort, und wild und schwerFällt neue Furcht auf Frankreichs Heer.Dann sucht der Held in frischem HetzenDie Veste Corbie zu entsetzen.

Vergebens war's, doch cs gewährenDen Spaniern kriegerische EhrenBei ihrem Abzug die Franzosen.

Dann hört den Schlachtlärm man vertoscn,Denn Werth auch, dem das letzte GlückIm Krieg gelacht, er muß zurück.

Er muß des Herrn Gebot sich fügen,

Denn Kurfürst Max ließ scharf es rügen,Daß er aus seine eigne FaustIns ferne Feindesland gesaust.

Doch voll von grimmem Mißmuth kehrtZum heimatlichen Rhein der Werth.

Was half nun fern von Ruh und RastSein Schaffen all? Ihm wird zur LastDas rauhe Handwerk. Welche SchlägeSchlug er in Frankreich! Doch zu träge