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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
Seite
107
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Die lustige Trompete schmettert,

Die Trommel dröhnt. Da wogt und wettertDas frische Heer ins Feld. Es stehtZn Haupt des Königs MajestätMitsammt dem klugen Cardinal.

Es blitzt und strahlt durch Berg und Thal.Vor solch entsetzlichen GewaltenKann nirgendwo der Feind sich Halten.

Seht, Frankreichs Lilicnbanner wallen,

Wo Saone und Oise wallenDurchs grüne Land. Und jede Stadt,

Wo deutsches Volk gesessen hat,

Wird rasch dem König überlassen.

Dann ziehn sich seine HccrcsmasscnAuf Corbie, das dem Spanier fiel.

Die Veste wird aufs Neu das Ziel,

Um das man streitet. Doch wer kannSic halten vor dem Kricgcsbann,

Dem übergroßen? Alle ZuchtIst hin. In allgemeiner FluchtFliehn Deutsch' und Spanier in den Ost,Jndcß der Feind im Rücken tost.

O, hätten sie gefolgt dem WerthZum Ucberfall mit scharsem Schwert,

Wohl wäre dann Paris gewonnen!

Jetzt heißt: Gewonnen und zerronnen!

Zu spät, zu spät! Ein AugenblickVerwandelt gut in schlimm Geschick.

Der Erster war, er bleibt der Letzte.Mit seiner Nachhut fegt' und setzte