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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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ES warf sich eine spanische SchaarRasch auf Le Catelet. Da warKein Retten mehr. Die Veste siehSchier ohne Schuß kam man zum Ziel,

Denn ohne Bresche war die Mauer.

Werth legte allwiirts sich auf Lauer.

Er ritt in frischem Saus und BrausDem schweren Heere stets voraus.

Entlang der Saone von Ort zu OrtWar bald er hier, war bald er dort.

Drei Tressen liefert er in Eile

Und schlug darin drei Heercstheile

Des Feinds. Jetzt gilt's! Jetzt muß es frommen!

Er ruft: „Die Kaiserlichen kommen,

Die Spanier folgen. Rasches WagenGewinnt das Werk!" Die Kühnen schlagenBei Braie sur Somme die leichte Brücke.Fußvölker, Reiter, Wageu, StückeZiehn rasch hinüber. Rettend nahtHerr Puisegur, mit kühner ThatZu schirmen die bedrohte Stelle,

Jedoch dem Sturm, der Wnth, der SchnelleDes Feinds kann er nicht widerstehn.

Er sieht schier ganz zu Grunde gehnDie Truppen, die er hergeleitet.

Es solgt der Werth, der rastlos reitetBis zur Oise. Da erscheintIhm bei Noyou ein neuer Feind,

Franzosen sind cs, die sich eilenZum Heer zu stoßen. Ohne WeilenStürmt er hinein entsetzlich brausend,

Am Boden strecken sich an tausend