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Blitzschnell fuhr da durch Frankreich hinFurchtbarer Schreck. Verwirrt im SinnIst Volk und Hof. Voll Grimm und QualLauscht Richelieu, der Cardinal,
Der jähen Mär. Das deutsche LandWard allcrwärts vom Feind berannt,
Und dennoch hat es Muth und Kraft,
Zu brechen durch der Gränzen HaftUnd kühn in Frankreich einzufallen!Alltäglich fchlimmre Kunden schallen:
Es kommt in allgewält'gen WogenDas Heer des Kaisers angezogenUnd deckt das Land in weiter Kette,
Es nimmt die Vesten und die Städte,
Die Dörfer plündert's und die FleckenUnd treibt von fetten WeidestreckenDie Herden weg. Jedoch es drohtFür Frankreich noch viel fchlimmre Noth:Das Volk empört sich in der Runde,
Weil cs den König schnöd im BundeMit Ketzern sieht. Den rechten Glauben,So schrein sie laut, will man uns rauben!Da ward zum Kriegsrath eingeladenIm Louvre, um dem drohnden SchadenEinhalt zu thun; und kalt und heißFloß all den hohen Herrn der Schweiß.Jetzt hieß cs, vor des Feinds GewaltenDer Gränze Vesten stark zu halten.
Was half's? Ein Haufen Deutscher lagVor Guise belagernd manchen Tag.