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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Den Menschen, die im eignen SprossenNicht weiter blühen. Reich genossenSie so des Glücks. Der Vater schautVergnüglich, daß er wohl gebautFür künft'ge Brut. Mit ihnen wohntWerth's Mutter nun, und sie belohntAus srenndlich dankbarem GemütheMit frommem Beten all die Güte.

Doch währt nicht lang des Krieges Ruh:

In Lüttich gcht's unliebsam zu.

Die Bürger toben, fordern, tosen,

Sic haltcn's dort mit den Franzosen.

Mit ihnen trotzt des Hochstifts LandDem kölner Kurfürst Ferdinand,

Dem Bruder des Maxmilian,

Werth's Waffcnhcrrn. Der Streit hebt an.Und Ferdinand entbietet Werth,

Zu leihen ihm das wackre Schwert,

Zn sichren seinen Hcercsbann.

Da ward er auch ein KriegshanptmannIm kölner Dienst. Es gibt zugleichDer Fürst ein Lehn ihm groß und reich.

Das ist das odenkirchncr Schloß

Mit Wald und Feld. Bald schnaubt das Roß,

Bald nimmt er Abschied von Christinen,

Von Mutter, Vater. Alle Mienen

Sind trüb von Schmerz. Doch er muß reiten.

Er muß aufs Ren für Deutschland streiten.

Und an der Maas steht er im Flug.

Mit manchem kühnen RciterzugJohann von Werth. 7