Mit seiner Mutter. Ach, dcr RaumWar ihm so heilig, denn den TraumDer Unschuld hat er drin geträumt,
Sorglose Tage dort gesäumt
Voll Glück und Frieden. Solcher Segen
Traust auch der Armuth Jugendwegen.
Er lauscht der Alten, die erzählt.
Wie sie durchs Leben sich gequält:
Dcr Vater starb, die Brüder zogenHinaus, entrasst durch Kriegeswogcn —
Wo treiben sie's, nahm sic dcr Tod?
Dem Werth wird weh ob all dcr Noch —Da hält am Haus ein reicher Wagen,
Es rust der Sohn: „Nach schlimmen TagenErscheinen gute. Mutter, srisch,
Ihr geht mit mir zu Haus und Tisch.
Habt Ihr noch was, so gcbt's den Armen.Ihr sollt ini bessern Nest erwärmen!
Wir zichu nach Köln!" Die WidcrworteSie helfen nichts. Nasch geht's zur Pforte.Er grüßt vom Pferde, sie vom Wagen,
Der in die Reichsstadt sie soll tragen.
Was soll dcr Helle Glockcnton?
Sie läuten in Sanct Gereon,
Zum Hanse Bcuth's ziehn schon die Gäste.Er lud zum heil'gen HochzcitsfcsteDer Tochter mit Johann von Werth,
Dcr mit dcr alten Mutter kehrt.
Wie, sic ist eine Bauernfrau?
Seltsam scheint Vielen wohl die Schau.