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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
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79
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Der deutschen Einheit, zu zerspaltenUnd dann mit eisernen GewaltenDeutschland bis an den Rhein gewinnen!Das war nach des Bourbonen Sinnen.

Er nahm den Weimar in den Sold,Versah ihn reich mit neuem GoldUnd rüstete zu frischer WehreDes Franzcnreichs berühmte Heere.

Dumps düster ging die Märe umIm deutschen Land. Es wurde stummDie Lust der jüngsten reichen Siege.

Kaum schied der Däne ans dem Kriege,Kaum ist der Schweden Macht gebrochen,Da droht mit neuen wilden JochenSchon der Franzose. Feinde sindAllwärts, sie kommen mit dem Wind.

Da schwindet selbst der Zwietracht Dürsten,Gottlob, den lutherischen Fürsten!

Dem Bund, der einst so kühn gewachsenZn Hcilbronn, jetzt entsagt ihm SachsenUnd Brandenburg. Es folgt in HastAnhalt und Mecklenburg. Zur RastVerlangen auch die Stadt' in SchwabenUlm, Nürnberg, Augsburg, sie begabenDes Streites sich. Im alten PragBeschlossen auf dem FürstcntagSie mit dem Kaiser einen Frieden.Weh, wer sich anders hat entschieden,

Wer mit dem fremden Feind will gehen,Statt mit dem Heimatland zu stehen!