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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
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61
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Dm er mit stolzer Schrift geschriebenJetzt fertig liegt! Der fernen Lieben,Christinen sendet er das Zeichen.

Jetzt kann er in die Ferne reichen,Jetzt kann er ihren Worten lauschen,Und mit den Worten Worte tauschen.O, nach den schönsten SicgcstagcnHat nie so hoch sein Herz geschlagen!

Da schlich auf einmal böse Kunde,

Denn plötzlich ging von Mund zn MundeDes Wallenstcin entsetzlich Loos.

Den Feldherrn hat der TodesstoßZu Egcr fern im BöhmcrlandErreicht von schnöder Mördcrhand!

Jst's möglich? Er, der stets im KriegGefochtcn sich von Sieg zn Sieg,

Der Muster, Vorbild, Richtschnur war,

Der stets gedient dem deutschen Aar,

Und der bis jetzt an nichts gedacht,

MS wie die deutsche KaisermachtIn uralt stolzer HerrlichkeitWeit durch des Vaterlands GebrcitAns cw'gem Grunde aufzurichten?

Einst rief er: „Wollt den Streit ihr schlichten,Fort mit Kurfürsten, Fürsten, Herren,

Die all am deutschen Reiche zerren!

Geschieht^ im Zorn, geschieht'» in Güte,Nehmt ihnen weg die Fürstenhüte!

Laßt'S wie in Spanien, Frankreich sein!

In Deutschland steh Ein Herr allein!"