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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
Seite
60
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Drauf glänzt des deutschen Reiches Aar.Wie funkt das Bild ihm wunderbar!

Kein Reiter in des Kaisers HeerHat solchen Schmuck. Wer schickt ihn herDies sagt der Brief! Doch ungelehrtIst der berühmte General Werth.

Er ist im Schreiben und im LesenEin Stümper immerdar gewesen.

Des Hansens Schreiber wird entboten.Der liest den Brief. O Gott, da lohtenIhm Stirn und Blick! Christine schickteDie Schärpe, die sic selber stickteUnd die mit Worten hold gewendetSic ihrem starken Retter sendet.

Wie soll antworten er der Fernen? —Ein reifer Mann kann auch noch lernen!Und zu des Dorfes Pfarrhaus nahmEr rasch den Weg voll Stolz und Scham.Den alten Pfafs nimmt er in Pflicht.

Der gibt ihm guten Unterricht.

Man sicht ihn Lesen so wie SchreibenMit nnvcrdrossnem Flcisic treiben.

Da lernt er auch noch andre Dinge.

Bald war sein Wissen nicht geringe,

Denn was der harte Kopf erfaßt,

Das hält er fest. Wie ohne RastUnd Ruh er seine Lehre führet,

Ist er ein Bild, das hebt und rühret.

Und welcher Jubel jauchzet tiefIm Herzen, als vor ihm ein Brief,