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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Er stürmt zum Inn. Allein der Werth,Rastlos unmüde stets zu Pscrd,

Er lagert quer ihm in die Wege.

Der Werth allein ist wachsam rege,

Den Uebergang der breiten FlüsseZu hindern. Hiebe so wie SchüsseSchufen dem Feinde manchen Schaden.Auch zwang er oft sie, kalt zu baden.

Bei Straubing schlug er keck QuartierUnd putzte kämpfend Mensch und ThierDen Schweden weg. Wie derb er schlug,Er hatte niemals Volk genug.

Der Winter half zuletzt den Baicrn.

Es hieß sein Eis die Waffen feiern.

Da ist in einem Dorf der WerthMit seinen Reitern cingckchrt,

Verdrießlich, daß ihm nicht gelang,

Was er im heißen HerzensdrangSo heiß erstrebt. So saß er dannVerdüstert trüb, der starke Mann,

Den Geist zur fernen Zukunst lenkendUnd neue Kriegesplanc denkend.

Vielleicht durchzucket ihn auch mildDer lieblichen Christine Bild.

Da trat ein Bote einst hereinUnd bringet ihm beim AbendscheinEin Bündel zu. Was liegt darinnen?

Er öffnet Siegel so wie Linnen.

Sieh, eine Schärpe ist's von Seide,Schwarz, roth und gold. O Augenweide!