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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Auch will nicht meine Hand den Kuß,

Es heischet ihn der Mund zum Schluß!"

Bei Gott, die Maid, sie hieß Christine,War prächtig, stolz von Wuchs und Miene,Von Herzen gut, im Geiste fein.

So sind die Mädchen an dem Rhein.

Wie hell sic lacht, wie froh sie scherzt!

Dem Helden hart- und seslbcherztSchmilzt es im Innern. Ihn beschleichtSeltsam Gefühl. Verlegen streichtEr seinen Bart. Der kühne BlickWird ernst und scheu. O schlimm Geschick,Daß alsobald das Mahl verrauscht!

Er schaut sie innig an, er lauschtSo andachtsvoll auf jedes Wort.

Doch unbarmherzig rinnet fortDie böse Zeit. Der Abend naht.

Der alte Benth nach gutem NathWill in der Frühe zichn. O Scheiden!Das war dem Werth ein tiefes Leiden.Doch hat er nicht den Kuß vergessen.

Er darf ihn glühend selig pressenAns rothe Lippen. O, welch PaarErglüht in diesem Kuß! Es warIhr erster Licbeskuß im Leben.

Es war des Kühnen erstes Beben.

So schieden sie. Von dieser StundeDa bräunt es glüh aus seinem Munde.

Doch will den ganzen Mann der Krieg.

Es gilt zu nützen seinen Sieg.