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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
Seite
37
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Da wäre bald sein Plan zergangen,

Hält' er auch nicht den Tod empfangen.Wir aber, Blut von deutschem BlutMit deutscher Kraft und deutschem Muth,Was brauchen wir der Fremden draus?Es gilt das Recht im eignen Haus!

Wir müssen's eigenmächtig setzen.

Wer dreintappt, wohl, den gilt's zu Hetzen,Woher er kam!" Da faltet WerthDie Hände, und zum Himmel kehrtEr sein gebräuntes Angesicht.

Du großer Gott, verlaß uns nicht!

Du hast gestraft den Uebermuth,

Halt Deutschland treu in deiner Hut!"

Und Andacht herrschet rings im Kreis.Allmählich erst ins alte GleisZieht sich die Rede. Spork fährt fort:

Als nun die Schweden von dem MordDes Königs hörten, fiel der SchreckenAuf sie, um neue Kraft zu wecken.

Sie slohu nicht mit gesunkncm Muth,

Sie hoben doppelt sich in Wuth.

Ein einz'ger Aufschrei tönte:Rache!

O, Rache, Rache, tausendfache!"

Bernhard von Weimar, der im FeldUns oft begegnet ist als Held,

Nahm den Befehl. Viel Führer drangenAuf raschen Rückzug.Welch Verlangen!"Rief Bernhard trotzig.Zahn um ZahnUnd Blut um Blut! Drum drauf und dran!"