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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
Seite
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Das macht mir wahrlich größre Pein,Als hätt' aus unsern eignen ReihnManch Einer in das Gras gebissen.

Wir werden schwer ihn noch vermissen.Ein edler Feind ist auch ein Glück.Brav, gut war er in jedem Stück,

Hell war sein Kopf und rein sein Herz,Nie brauchte er sein scharfes Erz,Unmenschlich durch das Land zu wüthcn.Er wußte Blut und Gut zu hüten.

Ich sag's, der alten Kirche Sohn.

Er hatte wahre Religion,

Er war im Glauben echt und treu,

Voll keuscher Gottesfurcht und Scheu.Wie er gebetet und gesungen,

Jst's aus der Seele ihm gedrungen,Drum klang es auch so frisch gesund,Ganz anders wie im FürstenbundAbtrünn'ger Deutscher, jener Frechen,Die Eid und Treu dem Reiche'brechen,Der Vaterland-vergessnen Söhnchen,

Die nur erstreben eigne Dhrönchen,Zerfetzend ihres Kaisers Thron!

Gott, ihnen ist ReligionDeckmantel für Verräthcrthaten!

Ganz anders aber war berathenDer Schwedenhcrr. Wie er's verstand,Wollt' er im großen deutschen LandEin mächtig Gottesreich erbann,

Draus alle Völker sollten schaun.

O Jrrthum! An den kleinen Fürsten,Die alle selbst nach Herrschaft dürsten,