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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Gelb, finster, grimm ist sein GesichtUnd stechend seiner Angen Licht,

Die Stirn ist hoch, die Haare steigenRoth struppig ans. Sein Wort ist Schweigen.Man sagt, er habe viel studirtUnd selbst mit Geistern conversirt,

Man sagt, er lese in den Sternen,

Wie's steh' in Nähen und in Fernen.

Man sagt auch, stehe Gott uns bei!Daß er versteh' die Zauberei,

Er sei im Bund mit schwarzen MächtenUnd wisst das Kricgsglück fest zu flechtenAn seine Fahnen. Sie beschwören,

Den Hahn kann' er nicht krähen hören.Gleichviel, er ist ein Mann des Kriegs,

Ein Mann des Hellen heitern Siegs.

Und er ist reich. Ertönt sein WortUnd klingt sein Geld, dann strömt cs sortVon lust'gen kühnen Abenteuern,

Die all zu seinen Bannern steuern.

Er wiegt sogar den Kaiser auf,

Denn wer mit ihm beschließt den KaufUnd trotzig, wild und hurtig ist,

Ob Bauer, ob Edelmann, dem mißtEr gutes Maß. Den PferdeknechtMacht er zum Obrist, ficht er recht.

Fortuna heißt sein Sprüchlein sein!

Er soll Patron uns immer sein.

Und dieser Mann vom lust'gen GlückKam ans dem Türkenkricg zurück.

Bald standen sechszigtauscnd MannErzfestes Volk in seinem Bann.

Johann von Werth. 2